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Jungpolitiker rüsten sich für Strassenkampf


Autor: Fabienne Wittwer, 20 Minuten
Datum: 12.08.2010


Selbstverteidigungs- kurse boomen: Viele Berner machen sich fit, um bei Gewaltattacken richtig zu reagieren. Jetzt wirbt auch die JSVP mit Kampfsportkursen.

Nach den Homosexuellen und der Polizei bietet jetzt auch die JSVP Selbstverteidigungskurse an. «Die Teilnehmer lernen Gewaltdelikten vorzubeugen, das Selbstvertrauen zu stärken und Zivilcourage zu zeigen», sagt Initiant Manuel Nyffenegger von der Jungen SVP Biel/Seeland. Der Kurs findet am 28. August in Biel statt. «Hier trauen sich die Leute kaum mehr auf die Strasse, weil sie Angst vor Gewalt haben», sagt Nyffenegger. Wenn die Nachfrage bestehe, werde man weitere Kampfsportkurse anbieten, etwa auch in Bern. Parteikollege Erich Hess findet es wichtig, dass man sich selbst wehren kann: «In Bern gibt es Gebiete, die von der Polizei schlecht abgedeckt sind», weiss er.

Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern (HAB) organisieren bereits zum zweiten Mal einen Selbstverteidigungskurs. «Der erste Kurs war ein grosser Erfolg», sagt Christoph Janser von den HAB. Auch die Kapo bietet Beratungen und Kurse zum Thema Sicherheit an. «Wir zeigen, wie man sich in aggressiven Situationen optimal verhält», sagt Ursula Aegler von der Kapo. Denn sonst könne man sich schnell in Gefahr bringen. «Zeugen empfehlen wir hinzuschauen, Hilfe bei­zuziehen und die Polizei zu alarmieren», so Aegler. Im Vordergrund stehe aber der Selbstschutz.


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