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"Little Big Horn oder einfach nur das Bödeli!“


Autor: Junge SVP Berner Oberland 
Datum: 29.04.2009


Der General des letzthin neugegründeten Kavallerie-Regiment BDP öffnet die Tür und tritt aus dem Haus. Ein Blick in Richtung Niesen verrät ihm: Heute wird Wetter mässig ein schrecklicher Tag. Dennoch versammelt er seine 9 Kavalleristen aus der Kompanie „IG Bödeli“ und versorgt sie mit 400 Gipfeli und 400 Kanonenkugel in Form von Propaganda-Flyern. Die 400 Gipfeli dienen als Placebo, als Placebo, damit die abgefeuerten Kanonenkugeln nicht zu stark wirken und ein bisschen die Wunden oder gar Verletzungen heilen, welche durch die Kanonenkugeln entstehen werden. Dienen tun beide, Gipfeli und Kanonkugel, einem höheren Ziel; dem Feind seinen Willen aufzuzwingen und Ihm seine Macht oder direkte Demokratie, wie man es auch immer nennen will, zu entziehen. Und vor allem wird der Feind seines grössten Schatzes beraubt, seinem Nährboden (Bauland). Denn dieser bildet für Ihn die Grundlage, nachhaltig überleben und sich stetig weiter entwickeln zu können, ohne dass ihm eine Horde Fremder gegen Entgelt ihn ihm entreisst und ein paar wenige Stammesbrüder dabei selber kräftig mitverdienen. Sehr verehrte Damen und Herren: Das Spielchen fand schon am 25 Juni 1876 am Little Big Horn statt; und findet am 17. Mai 2009 seine Fortsetzung auf dem Bödeli!

Sie werden jetzt sicher denken:“ Was zum Teufel bringt solch Wahnsinnige dazu, solche Wildwestrhetorik mit einem aktuellen, ernsthaften und breit diskutierten Thema zu verknüpfen?“ Sie müssen mit einem schmunzeln schon zugeben: Die Parallelen sind schon erstaunlich echt. Und aktuell, sehr aktuell sogar! Und es kommt noch besser!

Da hat doch letzthin einer seinen Nachbaren, bei denen Nachbaren, bei denen gemäss Statistik durchschnittlich 250‘000 seiner Kinder arbeiten und frei ein- und aus gehen können, mit der Kavallerie gedroht, nur weil er Ihnen partout seinen Willen aufzwingen wollte. Und ein guter Parteikamerad von ihm sagte sogar, dass es früher noch praktischer zu und her gegangen sei, als man seinen Feinden (Indianern) noch Soldaten schicken konnte, nur um einer subjektiven Meinung zum Durchbruch zu verhelfen!

Nicht ganz so radikal in der Ausdrucksweise, dafür umso tatkräftiger kamen letzthin die kommunalen Soldaten (Alt-Gemeinderäte aus dem Raum Bödeli) in Matten Unruhe stiften, um ihrer Forderung zum Durchbruch zu verhelfen. Das Farbengemisch ihrer Parteien, und sie werden wieder schmunzeln und sich fragen, sehr verehrte Damen, entspricht auf deutsche Verhältnisse übertragen in etwa derjenigen Couleur der Deutschen Regierung. Derjenigen Deutschen Regierung, von der einzelne Exponenten seit ein paar Monaten mit unwahren Argumenten Hetze gegen unseren souveränen und unabhängigen Staat betreiben! Auch der Wortführer der kommunalen Söldnern (Alt-Gemeinderäte) betitelte seine Nachbarn schon als „Feinde“! Und da drängt sich bei uns vom Aktionskomitee Junge gegen Gross-Interlaken, wen man die Verhältnismässigkeit und Grösse der beiden Konflikten in die Beurteilung miteinbezieht, schon ein bisschen die Frage auf, welche von beiden geführten Hetzkampagnen nun die Schlimmere ist.

Wir vom Aktionskomitee Junge gegen Gross-Interlaken denken, sehr verehrte Damen und Herren, dass jemand, der für so einen kleinen Meilenstein in die falsche Richtung wie denjenigen, über den die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 17. Mai 2009 abstimmen werden, es in Kauf nimmt mit unbedachtem Äusserungen, seinem Frust über die drohende Niederlage freien Lauf zu lassen; und damit grosse Wunden in die Beziehungen unter Nachbaren und (ehemaligen) Freunden reisst. Derjenige, sehr verehrte Damen und Herren, der qualifiziert sich anhand seiner Äusserungen selbst und ist deshalb unserer Meinung nach nicht vergleichsfähig beziehungsweise nicht ernst zu nehmen!

Es zeigt sich daher einmal wieder mehr, liebe Bödelerinnen und Bödeler, dass wir uns wieder einmal mehr auf den Estrich begeben müssen und nach unseren alten Jugendsachen Ausschau halten sollten. Denn irgendwo ist doch noch der alte Indianerschmuck, mit welchem wenn wir Ihn als Jugendliche beim Cowboy und Indianer spielen doch immer trugen, erbitterten Widerstand leisteten. Es ist wieder einmal Zeit, ihn uns trotzig aufzusetzen und anschliessend noch trotziger am 17. Mai ein Nein in die Urne zu legen, damit die Leute später über uns sagen werden: So sehr wie die Indianer bei der Schlacht am Little Big Horn 1875, so sehr haben bisher nur die Bödeler bei der Abstimmung am 17. Mai Widerstand geleistet!

Nein am 17. Mai!

Mit konservativen Grüssen

Vorstand Aktionskomitee Junge gegen Gross-Interlaken / Vorstand JSVP Berner Oberland


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