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Der General des letzthin
neugegründeten Kavallerie-Regiment BDP öffnet die Tür und tritt aus dem Haus.
Ein Blick in Richtung Niesen verrät ihm: Heute wird Wetter mässig ein
schrecklicher Tag. Dennoch versammelt er seine 9 Kavalleristen aus der Kompanie
„IG Bödeli“ und versorgt sie mit 400 Gipfeli und 400 Kanonenkugel in Form von
Propaganda-Flyern. Die 400 Gipfeli dienen als Placebo, als Placebo, damit die
abgefeuerten Kanonenkugeln nicht zu stark wirken und ein bisschen die Wunden
oder gar Verletzungen heilen, welche durch die Kanonenkugeln entstehen werden.
Dienen tun beide, Gipfeli und Kanonkugel, einem höheren Ziel; dem Feind seinen
Willen aufzuzwingen und Ihm seine Macht oder direkte Demokratie, wie man es
auch immer nennen will, zu entziehen. Und vor allem wird der Feind seines
grössten Schatzes beraubt, seinem Nährboden (Bauland). Denn dieser bildet für Ihn
die Grundlage, nachhaltig überleben und sich stetig weiter entwickeln zu können,
ohne dass ihm eine Horde Fremder gegen Entgelt ihn ihm entreisst und ein paar
wenige Stammesbrüder dabei selber kräftig mitverdienen. Sehr verehrte Damen und
Herren: Das Spielchen fand schon am 25 Juni 1876 am Little Big Horn statt; und
findet am 17. Mai 2009 seine Fortsetzung auf dem Bödeli!
Sie werden jetzt sicher denken:“ Was
zum Teufel bringt solch Wahnsinnige dazu, solche Wildwestrhetorik mit einem
aktuellen, ernsthaften und breit diskutierten Thema zu verknüpfen?“ Sie müssen
mit einem schmunzeln schon zugeben: Die Parallelen sind schon erstaunlich echt.
Und aktuell, sehr aktuell sogar! Und es kommt noch besser!
Da hat doch letzthin einer seinen
Nachbaren, bei denen Nachbaren, bei denen gemäss Statistik durchschnittlich
250‘000 seiner Kinder arbeiten und frei ein- und aus gehen können, mit der
Kavallerie gedroht, nur weil er Ihnen partout seinen Willen aufzwingen wollte.
Und ein guter Parteikamerad von ihm sagte sogar, dass es früher noch
praktischer zu und her gegangen sei, als man seinen Feinden (Indianern) noch Soldaten
schicken konnte, nur um einer subjektiven Meinung zum Durchbruch zu verhelfen!
Nicht ganz so radikal in der
Ausdrucksweise, dafür umso tatkräftiger kamen letzthin die kommunalen Soldaten
(Alt-Gemeinderäte aus dem Raum Bödeli) in Matten Unruhe stiften, um ihrer
Forderung zum Durchbruch zu verhelfen. Das Farbengemisch ihrer Parteien, und
sie werden wieder schmunzeln und sich fragen, sehr verehrte Damen, entspricht
auf deutsche Verhältnisse übertragen in etwa derjenigen Couleur der Deutschen
Regierung. Derjenigen Deutschen Regierung, von der einzelne Exponenten seit ein
paar Monaten mit unwahren Argumenten Hetze gegen unseren souveränen und
unabhängigen Staat betreiben! Auch der Wortführer der kommunalen Söldnern
(Alt-Gemeinderäte) betitelte seine Nachbarn schon als „Feinde“! Und da drängt
sich bei uns vom Aktionskomitee Junge gegen Gross-Interlaken, wen man die
Verhältnismässigkeit und Grösse der beiden Konflikten in die Beurteilung miteinbezieht,
schon ein bisschen die Frage auf, welche von beiden geführten Hetzkampagnen nun
die Schlimmere ist.
Wir vom Aktionskomitee Junge gegen
Gross-Interlaken denken, sehr verehrte Damen und Herren, dass jemand, der für
so einen kleinen Meilenstein in die falsche Richtung wie denjenigen, über den
die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 17. Mai 2009 abstimmen werden, es in
Kauf nimmt mit unbedachtem Äusserungen, seinem Frust über die drohende
Niederlage freien Lauf zu lassen; und damit grosse Wunden in die Beziehungen
unter Nachbaren und (ehemaligen) Freunden reisst. Derjenige, sehr verehrte
Damen und Herren, der qualifiziert sich anhand seiner Äusserungen selbst und
ist deshalb unserer Meinung nach nicht vergleichsfähig beziehungsweise nicht
ernst zu nehmen!
Es zeigt sich daher einmal wieder mehr,
liebe Bödelerinnen und Bödeler, dass wir uns wieder einmal mehr auf den Estrich
begeben müssen und nach unseren alten Jugendsachen Ausschau halten sollten.
Denn irgendwo ist doch noch der alte Indianerschmuck, mit welchem wenn wir Ihn
als Jugendliche beim Cowboy und Indianer spielen doch immer trugen, erbitterten
Widerstand leisteten. Es ist wieder einmal Zeit, ihn uns trotzig aufzusetzen
und anschliessend noch trotziger am 17. Mai ein Nein in die Urne zu legen,
damit die Leute später über uns sagen werden: So sehr wie die Indianer bei der
Schlacht am Little Big Horn 1875, so sehr haben bisher nur die Bödeler bei der
Abstimmung am 17. Mai Widerstand geleistet!
Nein am 17. Mai!
Mit konservativen Grüssen
Vorstand Aktionskomitee Junge gegen
Gross-Interlaken / Vorstand JSVP Berner Oberland
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