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Stellungnahme zum Leserbrief "Zersiedelungsproblem abklären"


Autor: Junge SVP Berner Oberland 
Datum: 24.04.2009


Das Aktionskomitee Junge gegen Gross-Interlaken bedankt sich bei Kilian Moser für seine in seinem am 23. April publizierten Leserbrief geäusserten Sympathien für unsere Protestbewegung. Es zeigt auf, dass vermehrt auch parteiunabhängige Jugendliche dem Kuschel- und Wohlfühlverein JUPA Berner Oberland-Ost die Legitimität entziehen, bei politischen Meinungen als Sprachrohr der Jugendlichen aus dem Berner Oberland-Ost zu amten!

Zum inhaltlichen Teil ihres Leserbriefs, lieber Herr Moser: „Zersiedlungsproblem“ und „Bauwut“ sind zwei verschiedene paar Schuhe. Das von Ihnen genannte Problem, von dem konnten wir uns persönlich während unserer Flyer-Verteilaktion in Unterseen überzeugen, hat bereits seinen Anfang genommen und gilt es unbedingt zu verhindern bzw. einzudämmen, damit die Lebensbedingungen auf dem Raum Bödeli auch nachhaltig für jedermann attraktiv bleiben!

Die Bauwut, sehr geehrter Herr Moser, würde ihren Anfang erst nehmen, sobald nach der Erarbeitung einer gemeinsamen Raumplanung grössere Mengen Bauland zur Überbauung freigegeben würden. Hiesige Banken, Generalunternehmungen und Architekturbüros spekulieren darauf, dass sie bei den anfallenden Arbeiten (Bauplanung, Durchführung sowie Finanzierung) zum Zuge kommen würden. Doch dem, sehr verehrte Damen und Herren, wäre leider nicht so! National sowie international bekannte Ortschaften wie Interlaken ziehen bekanntlich ein grösseres Interesse auf sich. Da liegt es selbstverständlich auf der Hand, dass sich viele externe Unternehmungen, vermögende Private sowie Institutionelle, aufgrund der tiefen Immobilienpreise im Vergleich zum Stellenwert unserer Region, an den Landkäufen beteiligen werden. Daraus resultieren würde ein Nachfrageüberschuss, welcher die Immobilienpreise auf dem Raum Bödeli auf den Stand Anfang der Neunziger Jahre treiben würde. Und das wäre ein m2–Preis, der wie in Gstaad-Saanenland für die Einheimischen, die Bauland erwerben möchten, zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr tragbar wäre!

Ihren Ansatz, das Zersiedlungsproblem ab zu klären, sehr geehrter Herr Moser, begrüssen wir vom Aktionskomitee Junge gegen Gross-Interlaken. Doch muss man dafür wirklich schätzungsweise CHF 150'000 vom Steuerzahler in die Finger nehmen, um eine Abklärung durchzuführen, die ihr genanntes Problem nur am Rande anschneiden bzw. tangieren wird? Jährlich gibt es mehrere hundert Studentinnen und Studenten, welche kein geeignetes Thema für ihre Studienarbeit finden. Vielleicht könnte man ja von Seiten der zuständigen Behörden auf solch günstige Ressourcen zurück greifen und das Resultat einer allfälligen Untersuchung / Arbeit in die interkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden Interlaken, Matten sowie Unterseen einfliessen lassen? Kostenpunkt für den Steuerzahler: Sitzungsgelder der Gemeindepräsidenten sowie eine kleinere Entschädigung zu Gunsten der Studenten, aber sicherlich keine horriblen CHF 150'000!

Und zu guter Letzt, lieber Herr Moser, hat gerade die Vergangenheit gezeigt, wie wichtig es fürkleinere Städte gewesen wäre, wenn mehr direktdemokratische Strukturen, also eine Gemeindeversammlung, vorhanden gewesen wären. Gerade die Abstimmung über den Verkauf der Energie Thun AG erhitzte die Gemüter der Thunerinnen und Thuner, wie unsensibel zum Teil Behörden mit Volksvermögen umgehen können. Und vielleicht hätten ein paar klärende, kritische sowie sachliche Worte an der Gemeindeversammlung wieder zur Versöhnung der Gegner sowie Befürworter beigetragen; und der Eklat von 80% Neinstimmen hätte von Seiten des Gemeinderates verhindert werden können!

Das Aktionskomitee empfindelt daher allen Stimmberechtigten, auch Ihnen Herr Moser, ein klares Nein am 17. Mai!

Für Fragen steht zur Verfügung:
Patrick Sigrist, Vizepräsident Aktionskomitee,Präsident JSVP Berner Oberland, Tel.076 314 54 33


Diese Pressemitteilung als PDF-Datei.

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