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In der nächsten Woche trifft sich das neu
gewählte Parlament zur ersten gemeinsamen Session der Eidgenössischen Räte.
Nebst zahlreichen medienwirksamen Entscheidungen steht eine Vorlage zur
Diskussion, welche trotz ihrer Wichtigkeit kaum Beachtung gefunden hat. Es
handelt sich dabei um die Erhöhung der der Sportsubventionen im Rahmen von
Jugend + Sport.
Bisher Der Bund überweist dem BASPO zur
Unterstützung der Nachwuchsförderung jährlich einen finanziellen Zuschuss von
60 Millionen. Dieser Betrag wird in folgende Dienstleistungen investiert:
- J+S Kursangebot für Jugendliche zwischen 10 bis 20 Jahren und
Betreuung in rund 80 Sportarten
- J+S Leiterinnen- und Leiterausbildung zur fachgerechten
Betreuung von Jugendlichen
- Finanzierung der Lehrmittel für die Aus- und Weiterbildung der
J+S Leiterinnen und Leiter
Folgende Zahlen belegen die Berechtigung
dieser Subvention:
- Jährlich nützen mehr als 500'000 Jugendliche das Angebot von
J+S.
- Jährlich engagieren sich rund 60'000 Leiterinnen und Leiter in
der Aus- und Weiterbildung
Neu Im Rahmen der im nächsten Jahr
stattfindenden Europameisterschaft im Fussball in der Schweiz und Österreich
lancierte das BASPO ein neues Projekt zur Früherfassung von Kindern im
Schulalter, um deren sportliche Betätigung zu fördern.
Folgende Eckpfeiler umfasst dieses Projekt J + S
Kids:
- Schaffung eines J+S Angebotes für 5 – 10-jährige im Rahmen des
Schulsportes.
- Durch zusätzlich stattfindende Sportstunden sollen die
koordinativen Fähigkeiten der Kinder geschult werden.
- Durch das Erlebnis von zahlreichen Sportarten soll der
Sportartenpluralismus die Monotonie des Vereinslebens ergänzen und den
sportlichen Horizont erweitern.
Aufgrund der grossen Nachfrage sowie der
positiven Ergebnisse hat sich das BASPO entschlossen, dieses Projekt auch nach
der Euro weiterzuführen. Um jedoch die dafür notwendigen Voraussetzungen zu
schaffen, benötigt das Bundesamt für Sport zusätzliche 20 Millionen des Bundes.
Obwohl uns die Staatsfinanzen sehr am
Herzen liegen und daher jegliche Erhöhung der Ausgaben einer eingehenden
Prüfung unterliegen muss, stellt sich die JSVP der Stadt Bern unter Einhaltung
gewisser Auflagen hinter diese veranschlagte Erhöhung von 20 zusätzlichen
Millionen. Wir erachten das Angebot des BASPO als unerlässlichen Anteil an der
Förderung und Erziehung von Jugendlichen. Durch das vielfältige Sportangebot
werden die Jugendlichen von der Strasse und ihren Versuchungen ferngehalten. In
den einzelnen Sportarten lernen die Jugendlichen Werte wie Teamspirit, Loyalität
und die Fokussierung auf gesetzte Ziele, um nur einige wenige davon zu nennen.
Durch die Förderung der Beweglichkeit wird auch das Problem des vermehrt
auftretenden Übergewichtes bei Jugendlichen angesprochen. Durch die Ausweitung
des Angebotes werden die Jugendlichen bereits in einer frühen Altersstufe von
sportlicher Betätigung erfasst und koordinativ gefördert. Durch das behutsame
Aufzeigen der verschiedenen sportlichen Möglichkeiten werden die Jugendlichen
an die unterschiedlichen Sportarten herangeführt, wobei dadurch die
Verbundenheit nach einem später getroffenen Entscheid erhöht wird.
ABER! Trotz aller positiven Aspekte gibt es auch
im Bereich der Jugendförderung durch das BASPO einige Schnittstellen, welche
einer dringenden Verbesserung bedürfen:
- Ausbau und Umsetzung der Präventionsbemühungen, insbesondere im
Bereich Gewalt.
- Aufbau einer, möglicherweise externen, Kontrollstelle zur
effizienten und flächendeckenden Kontrolle der Vereine und Organisationen.
Noch können die finanziellen Zuschüsse bei
der Verteilung der J+S Gelder zu leicht durch die Vereine erschlichen werden.
Das Vorlegen einer Jahresplanung, einer Anwesenheitskontrolle sowie des
Trainingshandbuches wird nur stichprobenweise kontrolliert und genügt daher bei
der Verteilung von Steuergeldern nicht. Vereine, welche sich auf unfaire Art
und Weise an diesen Subventionen bereichern, müssen bestraft werden, da es sich
in diesen Fällen um Betrug am Steuerzahler handelt. Dabei liegen uns einige
solcher Beispiele namhaft vor.
- Aufbau eines lokalen Netzes durch Einsatz eines
Sportkoordinators in jeder Gemeinde.
Durch die Erfüllung dieser Auflagen werden
die gesprochenen Gelder sinnvoll verteilt und gereichen denjenigen
Organisationen zum Nutzen, welche Ihre administrative und sportliche Arbeit im
Sinne der Richtlinien des BASPO erfüllen. Sportliche Fairness, gegenseitiger
Respekt und Vertrauen sind zugegebenermassen wichtige Werte im sportlichen
Umgang, doch sind wir der Ansicht, dass eine wirksame Kontrolle zur Verteilung
der gesprochenen Gelder diese Werte ergänzen muss.
Die JSVP der Stadt Bern behält sich in
Zusammenarbeit mit der Bildungskommission der JSVP des Kantons Bern vor,
Missstände innerhalb der Verteilung der Gelder zu erarbeiten, zu erforschen und
zu publizieren.
Reto Kropf, Präsident JSVP der Stadt Bern, 076 577 27 14
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