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Am heutigen
Samstag, 06. Oktober, fanden in Bern die Demonstrationen der SVP sowie dem
Komitee „Schwarzes Schaf“ in der Berner Innenstadt statt. Bereits im Vorfeld
musste man leider von Gewaltausschreitungen ausgehen, obwohl sich beide Seiten
gegen aussen hin bemüht zeigten, sich von solchen Aktionen zu distanzieren.
Dennoch zeigte die Realität einmal mehr, dass Worte sich nicht mit Taten decken
müssen.
Als Präsident der
JSVP der Stadt Bern war ich selbst am Schauplatz des Geschehens anwesend. Da
ich im Vorfeld Stadtrat Jenni den Vorschlag unterbreitet habe, im Rahmen der
Gegenveranstaltung eine Rede für einen Gewaltverzicht zu halten, habe ich mich
selbst in der Menge der Gegendemonstration von deren Absichten überzeugt. Dabei
habe ich festgestellt, dass um die Mittagszeit auf dem Münsterplatz eine
heitere Feststimmung herrschte. Diese Idylle sollte jedoch nicht lange währen.
Um etwa 13:15 zündeten Autonome auf dem Münsterplatz eine Fackel an und
starteten ihre Offensive gegen die sofort anwesenden Polizeikräfte. Die ersten
Ausschreitungen fanden folglich ihren Auslöser auf dem so friedlich gepriesenen
Münsterplatz. Vom von Stadtrat Jenni angekündigten eigenen Ordnungsdienst der
Veranstalter der Gegendemonstration habe ich jedoch keine Kenntnis erhalten.
Wenn nun Stadtrat Jenni im Nachgang in einem Interview mit dem Radiosender
Capital FM wörtlich zu Protokoll gibt, dass er mit der Gegendemonstration
zufrieden sei, so empfinde ich das als pure Anmassung und realitätsfremd im Verhältnis
zum entstandenen Personen- und Sachschaden. Zudem mutete mich die Tatsache
schon ein wenig seltsam an, als ich in der Nähe des Brunnens auf dem
Münsterplatz auf einen Mann mit Megaphon stiess, welcher Schaflaute von sich
gab und mehrere Schachteln bewachte, in denen sowohl Kopfbekleidung als auch
Mäntel zahlreich verstaut waren. Auf meine Frage hin, ob dies Fundgegenstände
seien, erklärte mir der Mann, dass dies nicht so sei, sondern, dass diese
Kleidungsstücke für eine besondere Gruppe aufbewahrt würden.
Als ich
schliesslich auf dem Bundesplatz ankam, wurde ich Zeuge des Auftrittes einer
linksautonomen Gruppe, welche in grosser Anzahl einem Tornado der Verwüstung
ähnelnd über die Infrastruktur auf dem Bundesplatz hinwegfegte. Einzig fehlende
Partei bei diesem Ansturm war die Polizei, welche durch einen Jungen
telefonisch herbeigerufen wurde. Dieses Verhalten der Ordnungskräfte wirft für
mich ebenfalls mehrere Fragen auf.
Im Anschluss an
diese traumatischen Ereignisse fordere ich Stadtrat Jenni zum sofortigen
Rücktritt als Stadtrat auf. Es hat sich in deutlicher Weise manifestiert, dass
Stadtrat Jenni die Lage nicht unter Kontrolle bringen konnte. Den Rücktritt
verlange ich insbesondere durch seine Aussage der Zufriedenheit über die
Demonstration.
Zudem fordere ich
den Gemeinderat auf, Stellung zum Sicherheitsplan zu nehmen, welcher im Falle
des Bundesplatzes nicht funktionierte. Offenbar unterlief dem Gemeinderat in
der Lagebeurteilung ein Fehler im Bezug auf die gefährdeten Stellen oder die
benötigten Kapazitäten der Polizeikräfte.
Abschliessend muss
ich gestehen, dass ich mich als Berner für diese Vorfälle zutiefst schäme. Die
garantierte Meinungsfreiheit wurde durch eine kleine Gruppe von Chaoten wieder
einmal missbraucht für gewalttätige Ausschreitungen. Dunkle Wolken der Gewalt
haben unsere schöne altehrwürdige Stadt bedeckt.
Ich persönlich
möchte jeder Person, die einen Schaden durch diesen dunklen Tag erlitten hat,
als Politiker mein tiefstes Bedauern ausdrücken.
Für Fragen stehe
ich Ihnen jederzeit unter meiner Mobilnummer zur Verfügung. Reto Kropf, Präsident JSVP der
Stadt Bern, 076 577 27 14
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