>>zurück zu Pressemitteilungen

Ausgangsbeschränkung für Jugendliche in der Stadt Bern


Autor: Junge SVP Stadt Bern
Datum: 02.10.2007


Reaktion zu der Schlagzeile: Immer mehr Gemeinden im Kanton Bern führen Ausgangssperren für Jugendliche ein.

Seit geraumer Zeit beherrschen Gewalttaten zwischen Jugendlichen die Schlagzeilen unserer Medienlandschaft. Es vergeht kaum ein Tag, ohne, dass wir mit weiteren Sachverhalten zu diesem Thema konfrontiert werden. Erschreckend ist dabei die Tendenz festzustellen, dass Täterinnen und Täter sowie Opfer schon längst keine untere Altersgrenze mehr aufweisen.

Die Öffentlichkeit reagiert darauf mit der Forderung nach konkreten Lösungsvorschlägen. Dies geschieht auf zwei Wegen: der Prävention sowie der Repression. Dabei sind verschiedene Möglichkeiten denkbar, die in Addition wohl zur Linderung der vorliegenden Problemstellung beitragen können.

Als Präsident der JSVP der Stadt Bern sehe ich dabei in einer Ausgangsbeschränkung für Jugendliche in der Stadt Bern ein probates Mittel zur Eindämmung von Jugendgewalt. Dabei liegt es mir jedoch am Herzen, begrifflich nicht von einer Sperre sondern von einer Beschränkung des Ausgangs während der Woche zu sprechen. Die genannte Möglichkeit der Ausgangsbeschränkung wirkt nicht nur präventiv sondern auch in repressiver Art und Weise, kann sie doch jederzeit gelockert oder aufgehoben werden.

Auch eine mögliche Ausgangsbeschränkung für schulpflichtige Jugendliche wird nicht der Weisheit letzter Schluss für die herrschende Problemstellung sein. Die Gegner einer solchen Lösung führen dabei das Argument ein, dass durch diese Massnahme der Staat in den Verantwortungsbereich der Eltern eingreift. Eine Kernaufgabe des Staates besteht im Schutz von speziellen Gruppen unserer Gesellschaft. Dabei ist es unstreitig, dass Kinder und Jugendliche als eine solche schützenswerte Gruppe verstanden werden.

Ich stimme vollständig damit überein, dass wir versuchen müssen, die bestehenden Problemzonen kontinuierlich zu verringern. Dies geht über die strikte Kontrolle der Verkaufs von Alkohol an Minderjährige, über den Ausbau der zahlreichen Projekte, die den Präventionsmarkt überfluten und vielen weiteren konkreten Massnahmen.

Gemeinsam müssen wir nicht nur als Politikerinnen und Politiker sondern als Teil der Gesellschaft nach Lösungen suchen. Es liegt an uns allen, dafür zu sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen in einem gestärkten Umfeld aufwachsen.

In vielen politischen Fragen pflichte ich dem Grundsatz der Eigenverantwortung zu, die nicht durch zu viele Eingriffe des Staates eingeschränkt werden soll.

Im vorliegenden Fall sieht der Gesetzgeber in zahlreichen Bereichen bereits einen Schutz der  der Kinder und Jugendlichen vor, damit sie sich zu verantwortungsbewussten Erwachsenen entwickeln können, welche ihrerseits ihren Teil zum Gelingen der Gemeinschaft beitragen.

Durch die Möglichkeit einer Ausgangsbeschränkung für Jugendliche werden diese nicht nur vor schädlichen äusseren Einflüssen geschützt, sondern vielmehr auch vor sich selbst.

Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit unter meiner Mobilnummer zur Verfügung.

Reto Kropf, Präsident JSVP der Stadt Bern, 076 577 27 14


Diese Pressemitteilung als PDF-Datei

hinauf