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Der Entscheid des Gemeinderats gegen die Schaffung
einer Drogenanlaufstelle in Thun wird von verschiedenen Seiten kritisiert. Der
Gemeinderat habe kalte Füsse bekommen, schreibt zum Beispiel die Grüne Freie
Liste Stadt Thun in einer Mitteilung. Der Rückzieher sei nicht nachvollziehbar,
nachdem der Kanton den finanziellen Forderungen des Thuner Gemeinderates
entgegengekommen sei.
Der Gemeinderat stecke den Kopf
in den Sand und fahre einen Slalomkurs, findet die SP Thun. Noch vor wenigen
Monaten habe er betont, er wolle das Projekt einer Kontakt- und Anlaufstelle an
der Allmendstrasse weiterverfolgen, schreibt die Partei.
Des Lobes voll ist dagegen die Junge SVP Stützpunkt Thun. In einer Mitteilung
gratuliert die Junge SVP dem Gemeinderat dazu, dem Druck der rot-grünen
Regierung der Stadt Bern nicht nachzugeben und sich konsequent für die Thuner
Interessen einzusetzen.
Die Grüne Freie Liste Stadt Bern verlangt, dass das Thuner Drogenproblem in Thun
gelöst und nicht nach Bern exportiert wird. Die Reitschule ihrerseits nimmt
gemäss einer Mitteilung «mit Befremden vom Entscheid der Stadt Thun Kenntnis,
keine Anlaufstelle einzurichten». (wal)
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