Wegen der hohen Kosten und dem ungünstig gewählten Standort lehnt die Junge
SVP Stützpunkt Thun eine Drogenabgabestelle entschieden ab. Das Geld könne in
andere Lösungen investiert werden.
Wie die Jungpartei in ihrem Communiqué schreibt, befürchtet sie, dass eine
Abgabestelle automatisch auch illegalen Drogenhandel mit sich bringen würde, so
wie es in Bern beobachtet wird. Am geplanten Standort an der Allmendstrasse 10
erwartet sie, dass die attraktiven Wohnungen in der Umgebung massiv an Wert
verlieren würden. Zudem seien die Kosten zu hoch, wenn man von 30 bis 40
betroffenen Personen ausgehe.
Wie man sich in Bezug auf die Forderungen nach einer eigenen Thuner Lösung
aus Bern positionieren wolle, wurde an der Sitzung der Jungen SVP nicht
besprochen, wie Lukas Lanzrein, Leiter des Stützpunkt Thun gegenüber espace.ch
auf Anfrage angab. Er könnte sich jedoch vorstellen, dass die Stadt Thun einen
Beitrag an die Drogenanlaufstelle in Bern bezahle. «Im Fussball funktioniert die
Kooperation zwischen den Städten ja auch, warum also sollte es bei der
Drogenabgabestelle nicht gehen?», fragt sich Lanzrein. (rue)
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