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SVP kritisiert die Junge SVP


Autor: Der Bund
Datum: 24.02.2007


Thun Die Fraktion der SVP im Thuner Stadtparlament ärgert sich gewaltig: Die Junge SVP Thun stellt sich – im Gegensatz zur SVP-Fraktion – gegen das 19-Millionen-Franken-Ausbauprojekt des Thuner Schadausaals, über das der Souverän am 11. März abstimmt. Doch nicht der Widerstand der Jungen SVP gegen das Ausbauprojekt allein stört die Legislativpolitiker: Vielmehr gebe es gar keine Junge SVP, schreibt Fraktionschef Ueli Jost in einer Medienmitteilung. Bei der Gruppierung handle es sich um «zwei Exponenten des Stützpunkts Thun, welcher eine regionale Untergruppe der Jungen SVP Kanton Bern darstellt».
Das Ganze kommt einem bekannt vor: Erst im vergangenen Sommer ärgerte sich die Mutterpartei über JSVP-Exponent Lukas Lanzrein. Der 17-Jährige hatte damals im Namen der Jungen SVP Thun zu einem Grillfest geladen, an welchem Auns-Präsident Pirmin Schwander als Gastredner auftrat. Daran störte sich die Mutterpartei. Mit der Auns, wurde damals mokiert, wolle man als Thuner SVP nichts zu tun haben. Die Junge SVP sei inexistent und die One-Man-Show eines Schülers, sagte SVP-Vizepräsident Ueli Jost vergangenen Sommer.
Dass sich jener Lukas Lanzrein im Zusammenhang mit der Schadausaal-Abstimmung nun also gegen die Parole der stadträtlichen SVP-Fraktion stellt und gar ein Nein-Komitee zur Erweiterung des Schadausaals gegründet hat, passt der Mutterpartei nicht. Man distanziere sich von den «Äusserungen und Aktivitäten der selbst ernannten Jungen SVP Thun», schreiben die Fraktionsvertreter verärgert. Die Fraktion stehe für die Variante Erweiterung (19 Millionen Franken) ein und nicht wie die Junge SVP für die Variante Erhaltung (9 Millionen Franken).
(gum)


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