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Thun Die Fraktion der SVP im Thuner
Stadtparlament ärgert sich gewaltig: Die Junge SVP Thun stellt sich – im
Gegensatz zur SVP-Fraktion – gegen das 19-Millionen-Franken-Ausbauprojekt des
Thuner Schadausaals, über das der Souverän am 11. März abstimmt. Doch nicht der
Widerstand der Jungen SVP gegen das Ausbauprojekt allein stört die
Legislativpolitiker: Vielmehr gebe es gar keine Junge SVP, schreibt
Fraktionschef Ueli Jost in einer Medienmitteilung. Bei der Gruppierung handle
es sich um «zwei Exponenten des Stützpunkts Thun, welcher eine regionale
Untergruppe der Jungen SVP Kanton Bern darstellt».
Das Ganze kommt einem bekannt vor: Erst im vergangenen Sommer ärgerte sich die
Mutterpartei über JSVP-Exponent Lukas Lanzrein. Der 17-Jährige hatte damals im
Namen der Jungen SVP Thun zu einem Grillfest geladen, an welchem Auns-Präsident
Pirmin Schwander als Gastredner auftrat. Daran störte sich die Mutterpartei.
Mit der Auns, wurde damals mokiert, wolle man als Thuner SVP nichts zu tun
haben. Die Junge SVP sei inexistent und die One-Man-Show eines Schülers, sagte
SVP-Vizepräsident Ueli Jost vergangenen Sommer.
Dass sich jener Lukas Lanzrein im Zusammenhang mit der Schadausaal-Abstimmung
nun also gegen die Parole der stadträtlichen SVP-Fraktion stellt und gar ein
Nein-Komitee zur Erweiterung des Schadausaals gegründet hat, passt der
Mutterpartei nicht. Man distanziere sich von den «Äusserungen und Aktivitäten
der selbst ernannten Jungen SVP Thun», schreiben die Fraktionsvertreter
verärgert. Die Fraktion stehe für die Variante Erweiterung (19 Millionen
Franken) ein und nicht wie die Junge SVP für die Variante Erhaltung (9
Millionen Franken). (gum)
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