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Wieder JSVP-Zoff: Quartier verpasst Partei Maulkorb


Autor: 20 Minuten (www.20min.ch)
Datum: 26.06.2006


Erneuter Wirbel um die Junge SVP: Weil drei Parteimitglieder für ein Quartierblatt schreiben, gab es mehrere Austritte aus dem Leist. Nun haben die Politiker im Heft gar nichts mehr zu sagen– sie erhielten die Kündigung.

«Dass man uns einfach unsere Meinung verbietet, ist eine Zumutung», empört sich Thomas Fuchs, Grossrat und Ehrenpräsident der Jungen SVP. Seit rund drei Jahren tun Parteivertreter regelmässig im Quartier- und Vereinsblatt «Bern Südwest» ihre Meinung kund. Doch damit ist jetzt Schluss: «Per Einschreiben erhielten wir die Kündigung», klagt Fuchs. «Unsere Texte passten offenbar einigen Leuten vom Holligen-Fischermätteli-Leist nicht.»

Dieser schrieb in der letzten Ausgabe des Heftes: «Die Beiträge der JSVP haben wiederholt unsere Mitglieder brüskiert und zum Austritt aus dem Leist veranlasst.» Für Erich Hess, Stadtrat und Parteipräsident, ist der Fall klar: «Jetzt hat man es erfolgreich geschafft, uns aus dem Blatt zu mobben.»

Fest steht jedoch: Die «jungen Wilden» der SVP sorgten in letzter Zeit immer wieder für Aufregung. Zu ihrem Grillfest am 9. Juli hat die Thuner JSVP den Präsidenten für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) als Gastredner eingeladen. Die empörte Mutterpartei rief schliesslich dazu auf, den Anlass zu boykottieren.

Raffaela Moresi


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