|
Erneuter Wirbel um die Junge SVP: Weil drei
Parteimitglieder für ein Quartierblatt schreiben, gab es mehrere Austritte aus
dem Leist. Nun haben die Politiker im Heft gar nichts mehr zu sagen– sie erhielten die
Kündigung.
«Dass man uns einfach
unsere Meinung verbietet, ist eine Zumutung», empört sich Thomas Fuchs, Grossrat
und Ehrenpräsident der Jungen SVP. Seit rund drei Jahren tun Parteivertreter
regelmässig im Quartier- und Vereinsblatt «Bern Südwest» ihre Meinung kund. Doch
damit ist jetzt Schluss: «Per Einschreiben erhielten wir die Kündigung», klagt
Fuchs. «Unsere Texte passten offenbar einigen Leuten vom
Holligen-Fischermätteli-Leist nicht.»
Dieser schrieb in der letzten
Ausgabe des Heftes: «Die Beiträge der JSVP haben wiederholt unsere Mitglieder
brüskiert und zum Austritt aus dem Leist veranlasst.» Für Erich Hess, Stadtrat
und Parteipräsident, ist der Fall klar: «Jetzt hat man es erfolgreich geschafft,
uns aus dem Blatt zu mobben.»
Fest steht jedoch: Die «jungen Wilden» der
SVP sorgten in letzter Zeit immer wieder für Aufregung. Zu ihrem Grillfest am 9.
Juli hat die Thuner JSVP den Präsidenten für eine unabhängige und neutrale
Schweiz (Auns) als Gastredner eingeladen. Die empörte Mutterpartei rief
schliesslich dazu auf, den Anlass zu boykottieren.
Raffaela
Moresi
|