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Warum dieses Thema? Die Schweiz ist zweifellos eines der
schusswaffenreichsten Länder der Welt. In rekordverdächtigen 36 Prozent aller
Haushalte steht mindestens ein Gewehr oder eine Ordonanzfaustfeuerwaffe. Weiter
kommen ca. 2,3 Millionen Revolver, Faustfeuerwaffen und Langwaffen hinzu,
welche von Schützen privat erworben wurden. Seit Generationen pflegt die
Schweiz eine in der Bevölkerung breit abgestützte Schützentradition. Am
grössten Schützenfest der Welt, am eidgenössischen Feldschiessen pilgern
jeweils zig tausende in die Schiessstände um sich mit Ihresgleichen zu messen.
Dabei ist zu erwähnen, dass an solchen Anlässen keine Polizeigrenadiere mit Gummischrot
und Tränegaswerfern benötigt werden. Bei anderen Sportarten (Fussball,
Eishockey) wäre so was mittlerweile undenkbar.
Nun sollen solch friedliche Volksfeste bald
der Vergangenheit angehören?
Im Verlauf der letzten Monate wurden auf
politischer Ebene diverse Anträge eingereicht, welche z.B. die Kasernierung
sämtlicher Armeewaffen fordern. Sollte dieses Szenario Tatsache werden, so wird
dies das Ende des Feldschiessens und zig weiteren Schützenfesten bedeuten.
Zu umständlich wäre es die Waffe vorgängig bei
einem Logistikzentrum in Empfang zu nehmen und wieder zurückzubringen.
Problematisch wäre auch, dass der Schütze keine Gelegenheit mehr hätte, mit der
Waffe Übungseinheiten durchzuführen, was sich schliesslich auch auf die
Handhabung und die Beherrschung der Waffe niederschlägt. Eine Zunahme der
Schiessunfälle während des Dienstes wäre vorprogrammiert. Spricht man die
Waffengegner auf die Kosten einer Kasernierung an, stösst man auf taube Ohren.
Stattdessen versuchen sie Bürgerinnen und
Bürgern zu suggerieren, dass häusliche Gewalt, Tötungsdelikte und Suizide in
einer Gesellschaft ohne Schusswaffen entscheidend verringert, respektive
verhindert werden könnten. Dies notabene in einem Land, in dem die Mordrate
wesentlich tiefer ist als in andern Staaten. Auf eine Million Einwohner werden
hierzulande jährlich 12 Tötungsdelikte gezählt. Trotz der vielen Waffen. In den
Niederlanden, wo nur in 2 Prozent der Haushalte eine Schusswaffe zu finden ist,
sind es 15 Tötungsdelikte.
In Kanada und Australien (in 10 Prozent der
Haushalte befindet sich eine Schusswaffe), werden auf eine Million 20 Menschen
ermordet, in Finnland 24 und in den USA, wo in 32 Prozent der Haushalte eine
Schusswaffe vorhanden ist, gar 56. Aus andern Staaten liegen keine
vergleichbaren Daten vor. Die Rate der Familienmorde hingegen ist in allen
sechs Ländern erstaunlich ähnlich.
Mit 5,5 Familiendramen pro Million Einwohner
liegt die Schweiz unter dem internationalen Durchschnitt. Dies obwohl in
zahlreichen Kellern, Schränken, Schubladen, Schlafzimmern oder Stuben
hunderttausende von Sturmgewehren und andere Schusswaffen vorhanden sind.
Familiendramen bei denen eine Schusswaffe eine Rolle gespielt hat, liegen bei
43 Prozent. Also nicht einmal die Hälfte.
Kommt dazu, dass der Anteil der Ordonnanzwaffen
an diesen 43 Prozent der Delikte lediglich 36 Prozent beträgt. Also wird bei 85
Prozent der Morde an Frauen oder Kindern gar keine Armeewaffe eingesetzt.
Bezüglich der Suizide argumentieren die
Waffengegner oftmals mit Zahlen aus Kanada. Dort sank aufgrund eines
restriktiveren Waffenregimes die Zahl der Schusswaffensuizide von 32 auf 19
Prozent. Der Nachsatz, dass die Gesamtzahl der Kanadier, die sich selber
umbringen, ungefähr gleich geblieben ist, verschweigen sie.
Dies zeigt doch, dass nur über die Mittel und
Werkzeuge gesprochen wird. Nicht aber über die Ursachen. Morde und Suizide
werden nicht verübt, weil gerade eine Schusswaffe zur Hand ist, sondern weil es
einen Grund dafür gibt. Oder genauer, weil der Täter glaubt, einen Grund dafür
zu haben.
Position der Jungen SVP Nicht das Werkzeug ist entscheidend, sondern
der Wille. Nach der Logik der Entwaffner müssten in der Schweiz sämtliche Regional- und Bundesbahnen aus dem Verkehr
gezogen werden. Immerhin werden knapp 10% aller Suizide auf diese Art und Weise
verübt. Auch Autos müssten verboten werden. Die Zahl der Todesopfer, welche auf
Raserunfällen zurückzuführen sind, ist in den letzten Jahren markant
angestiegen. Hier ist es auch nicht möglich einige schwarze Schafe zum Voraus
auszusortieren. Werden deshalb alle unsere Autos eingemottet? Wohl kaum!
Die Waffengegner verheimlichen bewusst, dass
mit flächendeckenden Waffenverboten nur der verantwortungsbewusste Bürger,
Soldat und der private Waffenbesitzer entwaffnet werden.
Die wahre Debatte dreht sich um den Status der
Waffe in einer freien Gesellschaft und nicht um die Sicherheit in Schweizer
Haushalte.
Die Junge SVP setzt sich mit aller Kraft für
ein freiheitliches Waffenrecht ein und ist gegen eine Kasernierung von
Armeewaffen und gegen eine Entwaffnung unseres Landes. Weiter appelliert die
Junge SVP an sämtliche Schützenvereine und ihren Mitglieder, endlich
zusammenzustehen, aufzuwachen und diesem nutzlosen Treiben vereint
entgegenzutreten. Es kann und darf nicht sein, dass unbescholtene Bürger durch
den Staat bevormundet werden und schlussendlich ihren Sport und eine jahrelange
Tradition nicht mehr in Würde ausüben können.
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