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Für ein liberales Waffenrecht – NEIN zur Entwaffnung der Schweiz


Autor: Andreas Wicki, Junge SVP Kanton Bern
Datum: 31.05.2007


Warum dieses Thema?
Die Schweiz ist zweifellos eines der schusswaffenreichsten Länder der Welt. In rekordverdächtigen 36 Prozent aller Haushalte steht mindestens ein Gewehr oder eine Ordonanzfaustfeuerwaffe. Weiter kommen ca. 2,3 Millionen Revolver, Faustfeuerwaffen und Langwaffen hinzu, welche von Schützen privat erworben wurden. Seit Generationen pflegt die Schweiz eine in der Bevölkerung breit abgestützte Schützentradition. Am grössten Schützenfest der Welt, am eidgenössischen Feldschiessen pilgern jeweils zig tausende in die Schiessstände um sich mit Ihresgleichen zu messen. Dabei ist zu erwähnen, dass an solchen Anlässen keine Polizeigrenadiere mit Gummischrot und Tränegaswerfern benötigt werden. Bei anderen Sportarten (Fussball, Eishockey) wäre so was mittlerweile undenkbar. 

Nun sollen solch friedliche Volksfeste bald der Vergangenheit angehören?

Im Verlauf der letzten Monate wurden auf politischer Ebene diverse Anträge eingereicht, welche z.B. die Kasernierung sämtlicher Armeewaffen fordern. Sollte dieses Szenario Tatsache werden, so wird dies das Ende des Feldschiessens und zig weiteren Schützenfesten bedeuten.

Zu umständlich wäre es die Waffe vorgängig bei einem Logistikzentrum in Empfang zu nehmen und wieder zurückzubringen. Problematisch wäre auch, dass der Schütze keine Gelegenheit mehr hätte, mit der Waffe Übungseinheiten durchzuführen, was sich schliesslich auch auf die Handhabung und die Beherrschung der Waffe niederschlägt. Eine Zunahme der Schiessunfälle während des Dienstes wäre vorprogrammiert. Spricht man die Waffengegner auf die Kosten einer Kasernierung an, stösst man auf taube Ohren.

Stattdessen versuchen sie Bürgerinnen und Bürgern zu suggerieren, dass häusliche Gewalt, Tötungsdelikte und Suizide in einer Gesellschaft ohne Schusswaffen entscheidend verringert, respektive verhindert werden könnten. Dies notabene in einem Land, in dem die Mordrate wesentlich tiefer ist als in andern Staaten. Auf eine Million Einwohner werden hierzulande jährlich 12 Tötungsdelikte gezählt. Trotz der vielen Waffen. In den Niederlanden, wo nur in 2 Prozent der Haushalte eine Schusswaffe zu finden ist, sind es 15 Tötungsdelikte.

In Kanada und Australien (in 10 Prozent der Haushalte befindet sich eine Schusswaffe), werden auf eine Million 20 Menschen ermordet, in Finnland 24 und in den USA, wo in 32 Prozent der Haushalte eine Schusswaffe vorhanden ist, gar 56. Aus andern Staaten liegen keine vergleichbaren Daten vor. Die Rate der Familienmorde hingegen ist in allen sechs Ländern erstaunlich ähnlich.

Mit 5,5 Familiendramen pro Million Einwohner liegt die Schweiz unter dem internationalen Durchschnitt. Dies obwohl in zahlreichen Kellern, Schränken, Schubladen, Schlafzimmern oder Stuben hunderttausende von Sturmgewehren und andere Schusswaffen vorhanden sind. Familiendramen bei denen eine Schusswaffe eine Rolle gespielt hat, liegen bei 43 Prozent. Also nicht einmal die Hälfte.

Kommt dazu, dass der Anteil der Ordonnanzwaffen an diesen 43 Prozent der Delikte lediglich 36 Prozent beträgt. Also wird bei 85 Prozent der Morde an Frauen oder Kindern gar keine Armeewaffe eingesetzt.

Bezüglich der Suizide argumentieren die Waffengegner oftmals mit Zahlen aus Kanada. Dort sank aufgrund eines restriktiveren Waffenregimes die Zahl der Schusswaffensuizide von 32 auf 19 Prozent. Der Nachsatz, dass die Gesamtzahl der Kanadier, die sich selber umbringen, ungefähr gleich geblieben ist, verschweigen sie.

Dies zeigt doch, dass nur über die Mittel und Werkzeuge gesprochen wird. Nicht aber über die Ursachen. Morde und Suizide werden nicht verübt, weil gerade eine Schusswaffe zur Hand ist, sondern weil es einen Grund dafür gibt. Oder genauer, weil der Täter glaubt, einen Grund dafür zu haben.

Position der Jungen SVP
Nicht das Werkzeug ist entscheidend, sondern der Wille. Nach der Logik der Entwaffner müssten in der Schweiz sämtliche  Regional- und Bundesbahnen aus dem Verkehr gezogen werden. Immerhin werden knapp 10% aller Suizide auf diese Art und Weise verübt. Auch Autos müssten verboten werden. Die Zahl der Todesopfer, welche auf Raserunfällen zurückzuführen sind, ist in den letzten Jahren markant angestiegen. Hier ist es auch nicht möglich einige schwarze Schafe zum Voraus auszusortieren. Werden deshalb alle unsere Autos eingemottet? Wohl kaum!

Die Waffengegner verheimlichen bewusst, dass mit flächendeckenden Waffenverboten nur der verantwortungsbewusste Bürger, Soldat und der private Waffenbesitzer entwaffnet werden.

Die wahre Debatte dreht sich um den Status der Waffe in einer freien Gesellschaft und nicht um die Sicherheit in Schweizer Haushalte.

Die Junge SVP setzt sich mit aller Kraft für ein freiheitliches Waffenrecht ein und ist gegen eine Kasernierung von Armeewaffen und gegen eine Entwaffnung unseres Landes. Weiter appelliert die Junge SVP an sämtliche Schützenvereine und ihren Mitglieder, endlich zusammenzustehen, aufzuwachen und diesem nutzlosen Treiben vereint entgegenzutreten. Es kann und darf nicht sein, dass unbescholtene Bürger durch den Staat bevormundet werden und schlussendlich ihren Sport und eine jahrelange Tradition nicht mehr in Würde ausüben können.


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