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Warum dieses Thema? Lange Zeit schien es, als wären Themen rund um
die Europäische Union im Wahlkampf nicht aktuell. Mit der Forderung der EU an
die Schweiz, ihr Steuersystem abzuändern, offenbart die EU definitiv ihren
mangelnden Respekt der Schweiz gegenüber. Man kann sich nun vorstellen, wie es
der Schweiz ergehen wird, wenn sie staatspolitisch nicht mehr souverän, sondern
Mitglied der EU wäre. Machtlos, Rechtlos. Der Willkür Brüssels auf Gedeih und
Verderben ausgeliefert. Die Frage eines EU-Beitrittes wird deshalb im Wahlkampf
unserer Ansicht nach eine nicht zu unterschätzende Bedeutung haben.
Die Position der Jungen SVP Die JSVP ist die einzige Jungpartei, welche
sich kompromisslos gegen einen EU-Beitritt stellt. Bei einem EU-Beitritt wäre
der Schweiz die direktdemokratische Selbstbestimmung in wesentlichen
Politik-Bereichen entzogen. Tragende Säulen der Willensnation Schweiz – direkte
Demokratie, Föderalismus, Neutralität – würden zur Farce oder auf dem Altar eines
vereinten Europas geopfert.
Die JSVP setzt sich ein für eine
funktionierende wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU. Dies bedeutet jedoch
nicht, dass wir gewillt sind, jede noch so bittere Pille dafür zu schlucken.
Sowohl mit der Personenfreizügigkeit als auch mit der Ostmilliarde erleidet die
Schweiz Nachteile, ohne dafür eine nennenswerte Gegenleistung zu erhalten. Eine
Kündigung der weiteren bilateralen Verträge ist nicht wahrscheinlich, umso mehr
die Schweiz mit der Zinsbesteuerung und der Aufgabe des Bankkundengeheimnisses
bei den indirekten Steuern der EU bereits sehr weit entgegengekommen ist. Die
JSVP behält sich deshalb vor, gegen eine Ausweitung der Personenfreizügigkeit
auf die neuen EU-Staaten Rumänien und Bulgarien das Referendum zu ergreifen.
Relevanz für den
Kanton Bern Der Ausgang des Steuerstreites ist für den
Kanton Bern besonders wichtig. Denn der Kanton Bern verfügt über eine
attraktive Holdingsteuergesetzgebung. Diesen nicht zu unterschätzende
Standortvorteil im interkantonalen Steuerwettbewerb muss der Kanton Bern auch
in Zukunft nutzen können.
Im Übrigen macht der rot-grüne Regierungsrat
derzeit als EU-Turbo von sich reden. Der Bericht über die aussenpolitischen
Beziehungen des Kantons Bern gleicht eher einer Propagandaaktion der NEBS statt
seriöser Regierungsarbeit. Die Junge SVP wird deshalb die Frage des
EU-Beitrittes sowie die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU generell im
Wahlkampf aktiv thematisieren und sich der Wählerschaft als Alternative zum
rot-grünen Internationalismus präsentieren.
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